Glossar · EN ISO 20345:2022

Durchtrittschutz

Durchtrittschutz steht auf Etiketten und in Produktbeschreibungen, erklärt wird es dort selten. Hier stehen Bedeutung, Normbezug und worauf du beim Kauf achtest.

Kurz gesagt

Durchtrittschutz – in der Fassung 2022 „Widerstand gegen Durchstich“ – ist eine Einlage in der Sohle, die das Eindringen spitzer Gegenstände wie Nägel verhindert. EN ISO 20345:2022 unterscheidet metallische (P) und nichtmetallische Einlagen, geprüft mit 4,5-mm- (L) oder 3,0-mm-Nagel (S).

Einordnung

Der Durchtrittschutz ist Bestandteil der Klassen S1P, S3, S5 und S7. Geprüft wird nach ISO 22568-3 und ISO 22568-4. Für P und PL gilt eine Durchstichkraft von mindestens 1.100 Newton mit dem 4,5-mm-Nagel. Bei PS wird mit dem 3,0-mm-Nagel geprüft; dort darf der Mittelwert aus vier Prüfungen 1.100 Newton nicht unterschreiten.

Nichtmetallische Einlagen decken meist die ganze Sohlenfläche ab und sind flexibel. Metallische Einlagen gelten als robust gegen sehr dünne Spitzen.

Pmetallisch, Prüfnagel 4,5 mm, mindestens 1.100 N
PL / Lnichtmetallisch, Prüfnagel 4,5 mm, mindestens 1.100 N
PS / Snichtmetallisch, Prüfnagel 3,0 mm, Mittelwert aus vier Prüfungen mindestens 1.100 N

In der Praxis

Wo Nägel, Schrauben, Glas oder Metallspäne am Boden liegen können, gehört ein Durchtrittschutz dazu. Die Endung auf dem Etikett zeigt, welche Bauart verbaut ist.

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Was oft gefragt wird

Welche Klassen haben Durchtrittschutz?

S1P, S3, S5 und S7 sowie deren L- und S-Varianten.

Ist textiler Durchtrittschutz sicher?

Er muss die Normprüfung bestehen. Die Variante S wird mit einem dünneren Nagel geprüft als L.

Was ist eine Stahlsohle?

Umgangssprachlich die metallische Durchtritteinlage, gekennzeichnet mit P.