Glossar · EN IEC 61340-5-1

ESD

ESD ist eine feste Angabe mit klarer Bedeutung, wird aber oft verwechselt. Hier stehen Definition, Abgrenzung und Quelle.

Kurz gesagt

ESD steht für elektrostatische Entladung. ESD-Schuhe leiten Ladung kontrolliert ab und schützen empfindliche Elektronik. Die Anforderung stammt nicht aus der Schuhnorm, sondern aus EN 61340-5-1; das System Person–Schuh–Boden muss dort unter 100 Megaohm liegen.

Was dahinter steckt

Jeder Sicherheitsschuh ab S1 ist antistatisch: Sein Durchgangswiderstand liegt zwischen 100 Kiloohm und 1.000 Megaohm. ESD verlangt einen engeren Bereich. Deshalb ist jeder ESD-Schuh antistatisch, aber nicht jeder antistatische Schuh ESD-fähig.

Vor der Überarbeitung der EN 61340-5-1 galt ein empfohlener Grenzwert von 35 Megaohm. Viele Hersteller halten ihn weiter ein und geben ihn an. ESD wirkt nur im Gesamtsystem mit ableitfähigem Boden und passenden Einlegesohlen.

In der Praxis

ESD-Schuhe braucht, wer in einer ESD-Schutzzone (EPA) arbeitet, etwa in Elektronikfertigung oder Labor. Eigene Einlagen können die Ableitfähigkeit verändern; nur freigegebene Einlagen verwenden.

Quellen

Das gehört dazu

Häufige Fragen

Was bedeutet ESD bei Schuhen?

Der Schuh leitet elektrostatische Ladung kontrolliert ab und ist für ESD-Schutzzonen geeignet.

Ist antistatisch dasselbe wie ESD?

Nein. ESD verlangt einen engeren Widerstandsbereich als die Antistatik der Schuhnorm.

Kann man ESD-Schuhe waschen?

Das legt der Hersteller fest. Maßgeblich ist die Pflegeanleitung, weil Reinigung die Ableitfähigkeit beeinflussen kann.